Baum des Jahres 2011
Die Tatsache, dass er relativ unbekannt ist, war ein gewichtiger Grund für seine Wahl zum Baum des Jahres. Dazu kam, dass der Baum selten vorkommt. Obwohl er fast überall in Deutschland wachsen könnte, beträgt sein Anteil an der Waldfläche deutlich weniger als 1 %..
Die Elsbeere wächst wild auf trockenen, mäßig warmen, lockeren Standorten, frischen Kalkböden, an flachgründigen, trockenen Felshängen und in klimatisch günstigen Lagen in Eichen-Trockenwäldern. Sie hat einen hohen Nährstoff- und einen geringen Feuchtigkeitsanspruch. Sie ist jedoch oft anderen Baumarten, insbesondere der Buche und der Linde, in ihrer Konkurrenzkraft unterlegen und kann sich ohne gezielte waldbautechnische Maßnahmen nur schwer durchsetzen.

Heilpflanze des Jahres
Aufgrund seiner großen Anwendungsbreite wurde der Rosmarin (Rosmarinus officinalis) im Rahmen eines Heilpflanzen-Fachsymposiums im Kloster St. Marienstern in der Lausitz zur Heilpflanze des Jahres 2011 gekürt.
Die Heilpflanze ist im Mittelmeergebiet beheimatet, man findet sie aber inzwischen in ganz Europa. Sie wächst auf trockenen Felshängen genauso wie auf sonnigen, nährstoffreichen Sandböden.
Rosmarin gehört botanisch zur Familie der Lippenblüter. In nördlicheren Regionen zeigt er seine zartblauen bis violetten Blüten im Frühjahr von Mai bis Juni.. Die ganze Pflanze verströmt einen intensiven aromatischen Duft.
Derzeitig wissenschaftlich anerkannt ist die innerliche Anwendung von Rosmarin bei Verdauungsbeschwerden. Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Verdauungsorgane an. Fette Speisen können besser verdaut werden, da Rosmarin den Gallefluss anregt.
Die äußerliche Anwendung als Einreibung oder Badezusatz ist bei schmerzhaften Muskelverspannungen, Quetschungen und Verstauchungen angezeigt. Rosmarin fördert die Durchblutung von Haut und Muskeln, kann rheumatische Beschwerden lindern und wirkt bei Verletzungen gegen Bakterien, Viren und Pilze. In der Kosmetik wird er als durchblutungsförderndes Shampoo oder Gesichtswasser eingesetzt.
In der Aromatherapie findet Rosmarinöl in belebenden und konzentrationsfördernden Duftmischungen Verwendung.
Auch in der Küche findet der Rosmarin Verwendung. Die Blätter sind als Gewürz zu Fleischspeisen sowie mediterranen Kartoffel- und Gemüsegerichten beliebt.


Staude des Jahres
Die Fetthenne [Sedum] wurde vom Bund deutscher Staudengärtner [BdS] zur Staude des Jahres 2011 gewählt. Sie gehört zu den pflegeleichten Pflanzen im Garten und fühlt sich an vielen Standorten wohl. Der deutsche Name Fetthenne bezieht sich auf ihre dickfleischigen Blätter. Sie dienen als Wasserspeicher und machen die Pflanze zu einem Trockenheitsspezialisten, der auch auf steinigem und mageren Böden gut gedeiht, wobei der Boden durchlässig sein muss. Denn eines mögen die ansonsten anspruchslosen Pflanzen überhaupt nicht: Staunässe.
Die Gattung der Fetthennen ist überaus vielfältig. In ihrem Sortiment bieten sie Arten und Sorten für Dachbegrünungen, Töpfe und Mauern sowie für Beetbepflanzungen. Sie blühen in den Farben gelb, rosa, weiß und rot und strahlen von Frühjahr bis in den Herbst. Die Pflanzen sind standfest und robust. Unter den 500 Arten weltweit gibt es viele reizvolle Schätze, so dass sich für jeden Platz im Garten das richtige finden lässt.


