Baum des Jahres 2011

Die Dr. Silvius Wodarz Stiftung setzt sich zum Ziel, das Wissen um die Rolle und Bedeutung einer lebenswerten Umwelt zu fördern. Die Stiftung hat ihren Sitz in Marktredwitz. Eines der wichtigsten Anliegen der Stiftung ist es, jährlich den Baum des Jahres auszurufen.
 Für das Jahr 2011 wurde eine Baumart gewählt, die für viele Menschen unbekannt ist: die Elsbeere (Sorbus torminalis L.). Der Baum gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae), zur Unterfamilie der Kernobstgewächse (Pyrinae) und zur Gattung der Mehlbeeren (Sorbus).
Die Tatsache, dass er relativ unbekannt ist, war ein gewichtiger Grund für seine Wahl zum Baum des Jahres. Dazu kam, dass der Baum selten vorkommt. Obwohl er fast überall in Deutschland wachsen könnte, beträgt sein Anteil an der Waldfläche deutlich weniger als 1 %..
Die Elsbeere wächst wild auf trockenen, mäßig warmen, lockeren Standorten, frischen Kalkböden, an flachgründigen, trockenen Felshängen und in klimatisch günstigen Lagen in Eichen-Trockenwäldern. Sie hat einen hohen Nährstoff- und einen geringen Feuchtigkeitsanspruch. Sie ist jedoch oft anderen Baumarten, insbesondere der Buche und der Linde, in ihrer Konkurrenzkraft unterlegen und kann sich ohne gezielte waldbautechnische Maßnahmen nur schwer durchsetzen.
Die weißen Blüten der Elsbeere sind im Mai eine wertvolle Bienenweide. Im Herbst reifen die rötlich bis braunen Früchte, die auch direkt gegessen werden können. Sie schmecken leicht säuerlich und entfalten ein Aroma, das an Marzipan und Mandeln erinnert. Keine andere einheimische Frucht hat so viel Vitamin C wie die Elsbeere. Botanisch gesehen, sind Früchte der Elsbeere allerdings keine Beeren, sondern winzige Apfelfrüchte.
Im Herbst leuchten die Blätter, die ein wenig dem Ahornblatt ähneln, in feurigem Rot.
Das Holz der Elsbeere ist das wertvollste unter unseren heimischen Hölzern und eines der teuersten und härtesten. Es lässt sich fein verarbeiten, ist ein wunderbares Klang- und Instrumentenholz und begeistert Liebhaber schöner Einzelmöbel.

tl_files/Update Maerz/Baum des Jahres 2011_1.jpg tl_files/Update Maerz/Baum des Jahres 2011_3.jpg tl_files/Update Maerz/Baum des Jahres 2011_4.jpg tl_files/Update Maerz/Baum des Jahres 2011.jpg


Heilpflanze des Jahres

Aufgrund seiner großen Anwendungsbreite wurde der Rosmarin (Rosmarinus officinalis) im Rahmen eines Heilpflanzen-Fachsymposiums im Kloster St. Marienstern in der Lausitz zur Heilpflanze des Jahres 2011 gekürt. 

 

Die Heilpflanze ist im Mittelmeergebiet beheimatet, man findet sie aber inzwischen in ganz Europa. Sie wächst auf trockenen Felshängen genauso wie auf sonnigen, nährstoffreichen Sandböden. 

 

Rosmarin gehört botanisch zur Familie der Lippenblüter. In nördlicheren Regionen zeigt er seine zartblauen bis violetten Blüten im Frühjahr von Mai bis Juni.. Die ganze Pflanze verströmt einen intensiven aromatischen Duft.

 

Derzeitig wissenschaftlich anerkannt ist die innerliche Anwendung von Rosmarin bei Verdauungsbeschwerden. Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Verdauungsorgane an. Fette Speisen können besser verdaut werden, da Rosmarin den Gallefluss anregt.

 

Die äußerliche Anwendung als Einreibung oder Badezusatz ist bei schmerzhaften Muskelverspannungen, Quetschungen und Verstauchungen angezeigt. Rosmarin fördert die Durchblutung von Haut und Muskeln, kann rheumatische Beschwerden lindern und wirkt bei Verletzungen gegen Bakterien, Viren und Pilze. In der Kosmetik wird er als durchblutungsförderndes Shampoo oder Gesichtswasser eingesetzt.

 

In der Aromatherapie findet Rosmarinöl in belebenden und konzentrationsfördernden Duftmischungen Verwendung.

 

Auch in der Küche findet der Rosmarin Verwendung. Die Blätter sind als Gewürz zu Fleischspeisen sowie mediterranen Kartoffel- und Gemüsegerichten beliebt.

tl_files/Update Maerz/Heilipflanze des Jahres 2011_1.jpg

tl_files/Update Maerz/Heilipflanze des Jahres 2011_2.jpg tl_files/Update Maerz/Heilipflanze des Jahres 2011_3.jpg

 

Staude des Jahres

Die Fetthenne [Sedum] wurde vom Bund deutscher Staudengärtner [BdS] zur Staude des Jahres 2011 gewählt. Sie gehört zu den pflegeleichten Pflanzen im Garten und fühlt sich an vielen Standorten wohl. Der deutsche Name Fetthenne bezieht sich auf ihre dickfleischigen Blätter. Sie dienen als Wasserspeicher und machen die Pflanze zu einem Trockenheitsspezialisten, der auch auf steinigem und mageren Böden gut gedeiht, wobei der Boden durchlässig sein muss. Denn eines mögen die ansonsten anspruchslosen Pflanzen überhaupt nicht: Staunässe.

 

Die Gattung der Fetthennen ist überaus vielfältig. In ihrem Sortiment bieten sie Arten und Sorten für Dachbegrünungen, Töpfe und Mauern sowie für Beetbepflanzungen. Sie blühen in den Farben gelb, rosa, weiß und rot und strahlen von Frühjahr bis in den Herbst. Die Pflanzen sind standfest und robust. Unter den 500 Arten weltweit gibt es viele reizvolle Schätze, so dass sich für jeden Platz im Garten das richtige finden lässt.


tl_files/Update Maerz/Staude des Jahres_1.png tl_files/Update Maerz/Staude des Jahres_3.png


tl_files/Update Maerz/Staude des Jahres_2.jpg