Blume - Sibirische Schwertlilie Iris sibirica)
Nur wenige werden die Sibirische Schwertlilie schon am Naturstandort gesehen haben,denn die Bestände der feuchtigkeitsliebenden Art sind durch Trockenlegungen, Nutzungs-Intensivierungen und Eutrophierung stark im Rückgang begriffen. EinGrund für die "Stiftung Naturschutz Hamburg“ und der „Stiftung Loki Schmidt", diegefährdete Art im Jahr 2010 zur Blume des Jahres auszurufen und sie verstärkt insöffentliche Bewusstsein zu rücken.
Obwohl die Pflanze in der Natur auf feuchten Wiesen, an Teichufern, Flutmulden,Gräben oder Niedermooren zu finden ist, verträgt sie aber eigentlich eine recht weiteStandortamplitude, was sie als Gartenpflanze besonders interessant macht.So kommt sie mit normalen Gartenböden in aller Regel bestens zurecht und verträgtsogar kurzfristige Trockenheit problemlos. Sie liebt die Sonne, gedeiht aber auch im Halbschatten, bevorzugt leicht sauren Boden, toleriert aber auch kalkhaltige Böden.
Ihren Namen hat die Pflanze von der Göttin des Regenbogens Iris, da es die Blume in fast in allen Farben des Regenbogens gibt. Den Namen Schwertlilie erhielt sie aufgrund ihrer schwertartigen, graugrünen Blätter.Nicht nur die schön geformten, farbenprächtigen Blüten, machen die Wiesen-Iris als Gartenpflanze so attraktiv. Tatsächlich bildet Iris sibirica von allen Irisarten die schönsten Blatthorste aus. Außerhalb der Blütezeit meint man ein straff wachsendes Ziergras oder eine Art Schilf vor sich zu haben. Weiterhin schmückt sich die Pflanzemit außerordentlich hübschen Samenständen, die bis zum Frühling Akzente im winterlichenGarten setzen.
Staude - Katzenminze (Nepeta)
Die Katzenminze, eine beliebte Gartenstaude, wurde zur Staude des Jahres2010 ernannt. Sie eignet sich für Staudenbeete und macht sich gut zwischen Rosenund anderen Stauden.
Der Name rührt von den herb-würzig riechenden Blättern und der Vorliebe vonKatzen für diese Pflanze. Diese Beliebtheit kommt vom Inhaltsstoff Actinidin, einemdem Baldrian ähnlichen Wirkstoff.
Es gibt zahlreiche Sorten und Arten. Alle haben die aromatischen Blätter und blühensehr lang. Die Farben reichen von violett über hellblau bis dunkelblau. Einige Sortenblühen weiß, rosa und sogar gelb. Katzenminze erreicht eine Höhe zwischen 20 und120 Zentimetern.
Man erkennt Katzenminze am vierkantigen Stängel, der meist behaart ist. DieBlattstellung ist immer kreuzgegenständig. Die Blattränder sind häufig gekerbt,gezähnt oder gewellt sowie behaart. Die Blüten sind klein und stehen inScheinquirlen, so wie es typisch für Lippenblütler-Blüten ist. Die Blüten sindfünfzählig.
Die Katzenminze blüht von Mai bis Oktober, also fast den gesamten Sommerhindurch. Die Blüten sind vorwiegend blauviolett und treten ausgesprochen zahlreichauf.
Ein Rückschnitt nach der Blüte bringt einen zweiten Flor und wer regelmäßigschneidet, hat bis spät in den Herbst hinein Blüten.Die meisten Sorten der Katzenminze sind anspruchslos, pflegeleicht und gedeihenauf fast allen Böden. Ein sonniger, wasserdurchlässiger Standort ist ausreichend.Außer im Beet macht sich die Pflanze auch in Töpfen und Trögen sehr gut.
