5 · Japanischer Garten

Alles begann damit, dass unser Stadtgärtner einen Platz für alte, moosbewachsene Findlinge aus Dolomit-Brekzie suchte. Dabei fiel sein Blick auf die grüne Pergola und eine Idee nahm Gestalt an: Würden sie dort geschickt drapiert nicht einem japanischen Garten ähneln? Solche Gärten beinhalten nämlich vier Gestaltungselemente: Stein, Moos, Bonsai und Wasser - auch in stilisierter Form aus Kiessand.

Die Pergola und die Granitsäulenpaare sind dem traditionellen japanischen Sinnbild eines Tores nachempfunden. Das Tor symbolisiert den Übergang aus der weltlichen in die spirituelle Welt. Auch die Steinlaternen haben eine lange Tradition, um den Weg vom Garten zum Teehaus zu weisen. Dabei dürfen sie nicht zu hell leuchten, um keine Konkurrenz für den Mond zu sein.

Pergola als Rankhilfe

Moos -
in Japan weit mehr als nur grün

Zeigerpflanze Moos (auf Japanisch Koke) ist ein zentrales Element in japanischen Gärten. Es steht für Langlebigkeit und Harmonie, da es langsam Steine in eine grüne Decke hüllt: Das Weiche vereint sich mit dem Harten.

Es symbolisiert die japanische Philosophie des Wabi-Sabi - die Schönheit des Un- vollkommenen, Gealterten und Schlichten des Zen-Buddhismus. Der bemooste Fels, der leicht verrostete Teekessel gehört dazu ...

Der Saihoji-Tempel in Kyoto ist der berühmteste Moostempel und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Dieser buddhistische Tempel wurde bereits im 8. Jahrhundert gegründet und beher- bergt einen japanischen Garten mit 120 verschiedenen Moosarten.

Pergola mit Clematis

Entspannen in Bayerns steinreicher Ecke: Wir freuen uns auf Ihren Besuch!